Ein Gericht im Iran hat die einjährige Haftstrafe gegen den bekannten Regisseur Dschafar Panahi bestätigt und seine Berufung abgelehnt.

Was ist passiert? Ein Revolutionsgericht in Teheran hat die Berufung des iranischen Filmemachers Dschafar Panahi gegen eine einjährige Haftstrafe abgewiesen. Das Gericht wirft ihm «Propaganda gegen das System» vor. Im Mittelpunkt steht sein Film «Ein einfacher Unfall», den er heimlich gedreht hatte. Der Film hatte 2025 in Cannes die Goldene Palme gewonnen und war für den Oscar nominiert. Neben der Haftstrafe gelten weiter ein Reiseverbot von zwei Jahren und ein Verbot, politischen oder sozialen Gruppen beizutreten.

Wer hilft ihm? Sein Anwalt Mostafa Nili vertritt ihn und hat das Urteil öffentlich gemacht. Internationale Filmverbände und Menschenrechtsorganisationen solidarisieren sich mit Panahi. Auch die Europäische Union hat Sanktionen gegen den zuständigen Richter Iman Afshari verhängt. Damit macht die internationale Gemeinschaft Druck, um auf das Verfahren aufmerksam zu machen.