US-Präsident Trump hat ein Abkommen mit Iran für beendet erklärt und neue Militärschläge angekündigt – mitten auf einem wichtigen NATO-Treffen.
Was ist passiert? US-Präsident Donald Trump hat am Rande des NATO-Gipfels in Ankara ein Abkommen mit Iran für ungültig erklärt. Das Abkommen war im Juni ausgehandelt worden und sollte den Konflikt zwischen den USA und Iran beenden. Wenige Stunden nach dieser Aussage griff das US-Militär erneut Ziele in Iran an – nach offiziellen Angaben mehr als 80. Die iranische Revolutionsgarden erklärte im Staatsfernsehen, sie habe 85 US-Militäreinrichtungen in Kuwait und Bahrain angegriffen. Trump kündigte weitere Angriffe für die folgende Nacht an und sagte: „Ich werde sie etwas vorwarnen, wir werden sie heute Nacht richtig hart treffen.“
Wer hilft, die Lage zu entschärfen? NATO-Generalsekretär Mark Rutte verteidigte die US-Angriffe als notwendig und sagte, es sei „absolut entscheidend, dass die USA entschlossen reagieren“. Er argumentierte, Iran habe die Waffenruhe verletzt. Gleichzeitig arbeiteten Diplomaten aus den 32 NATO-Staaten weiter an einer gemeinsamen Gipfel-Erklärung, die ein klares Bekenntnis zur kollektiven Verteidigung enthält. Bundeskanzler Friedrich Merz erklärte, Europa habe seine Verteidigungsausgaben deutlich erhöht und sagte am Mittwoch in Ankara: „Wir haben geliefert.“ Dänemarks Ministerpräsidentin Mette Frederiksen stellte klar, dass ihr Land seine Hoheit über Grönland nicht aufgeben werde.
