Wer ein Auto sucht, schaut sich in Österreich gerade öfter nach gebrauchten Elektroautos um - vor allem, weil Sprit teuer geworden ist.

Die Verkaufsplattform willhaben und die Österreichische Energieagentur haben diese Woche gesagt: Im ersten Halbjahr 2026 sind die Suchanfragen nach gebrauchten E-Autos um rund 80 Prozent im Vergleich zum Vorjahr gestiegen. Im März 2026 haben sogar doppelt so viele Leute nach E-Autos gesucht wie noch im Februar. Das liegt unter anderem daran, dass Benzin und Diesel durch den Iran-Konflikt gerade viel teurer sind.

Viele Menschen überlegen sich deshalb, wie sie langfristig günstiger Auto fahren können. Ein E-Auto zu kaufen ist eine Möglichkeit. Auf willhaben sind allerdings gerade mehr Benziner und Diesel im Angebot als E-Autos - die Nachfrage trifft also auf ein eher traditionelles Angebot. Alexander Reissigl von willhaben sagt: "Wir haben in Österreich die Voraussetzungen, um Elektromobilität flächendeckend umzusetzen."

Es gibt in Österreich rund 200.000 Wallboxen (das sind Ladestationen für zuhause) und 37.000 öffentliche Ladepunkte. Pro sieben E-Autos gibt es eine Ladestation, pro 30 E-Autos einen Schnelllader. Strom fürs E-Auto kommt oft vom eigenen Solardach auf dem Haus oder aus einer Energiegemeinschaft in der Nachbarschaft. Christoph Dolna-Gruber von der Energieagentur erklärt: Mit einem vollen E-Auto-Akku kann man sogar ungefähr eine Woche lang den Strombedarf eines Haushalts decken - sofern das Auto das technisch unterstützt.