Der britische Frasers-Konzern hat seinen Anteil an der Modefirma Hugo Boss erhöht und versucht weiter, das Unternehmen zu übernehmen.

Was ist passiert? Frasers, ein großer britischer Einzelhändler, hat sich noch mehr Hugo-Boss-Aktien gekauft. Insgesamt halten die Briten jetzt fast 30,3 Prozent der Firma. Frasers bietet den übrigen Aktionären 38 Euro pro Aktie, wenn sie ihre Papiere verkaufen. Die Annahmefrist läuft bis 27. Juli. Hugo Boss findet diesen Preis zu niedrig und sagt den Aktionären: Bitte nicht verkaufen.

Wer hilft? Der Vorstand und der Aufsichtsrat von Hugo Boss haben sich klar positioniert und empfehlen einstimmig, das Angebot abzulehnen. Frasers-Chef Michael Murray sitzt zwar schon im Aufsichtsrat von Hugo Boss, aber er wurde überstimmt. Analysten der Bank RBC beobachten die Lage und stufen die Hugo-Boss-Aktie als „halten" ein – ohne klare Empfehlung in die eine oder andere Richtung.