Der US-Konzern Uber übernimmt den Berliner Essenslieferanten Delivery Hero für rund 12,7 Milliarden Euro.
Uber, das Unternehmen hinter der Taxi-App und Uber Eats, will den Berliner Lieferdienst Delivery Hero kaufen. Uber zahlt den Aktionären 41,50 Euro pro Aktie. Insgesamt ist Delivery Hero damit rund 12,7 Milliarden Euro wert. Delivery Hero wurde 2011 in Berlin gegründet und betreibt Liefer-Plattformen in über 70 Ländern. Bekannte Marken sind zum Beispiel Foodora und andere Lieferdienste in Asien, Europa und Lateinamerika. Delivery Hero ist in Deutschland allerdings schon seit dem Verkauf an Just Eat Takeaway nicht mehr selbst aktiv.
Der wichtigste Grund, warum der Deal jetzt klappt: Der Großaktionär Prosus aus den Niederlanden hat zugestimmt. Prosus besitzt 16,8 Prozent an Delivery Hero und gibt diese Anteile an Uber ab. Zusammen mit den eigenen Aktien, die Uber schon hat, kommt der Konzern so auf über 50 Prozent – die Mindestmenge, die Uber für eine Übernahme braucht. Das Geld kommt also nicht nur von Uber allein, sondern auch von den vielen Aktionären, die ihre Anteile verkaufen.
Was bedeutet der Deal für Berlin? Uber hat versprochen, den Hauptsitz von Delivery Hero in Berlin zu lassen. An der Zahl der Mitarbeiter dort soll sich bis mindestens 2029 nichts ändern. Außerdem will Uber bis 2031 bis zu zwei Milliarden Euro in Deutschland investieren. Im Aufsichtsrat von Delivery Hero will Uber nach dem Deal mit zwei Personen sitzen, der Aufsichtsratsvorsitzende soll von Uber kommen.
