Wiens Volksschulen haben in der letzten Juniwoche mit Rekordhitze gekämpft – in manchen Klassenzimmern wurden über 32 Grad gemessen.

Stell dir vor: Du sitzt in der Schule, draußen scheint die Sonne knallhart, und im Klassenzimmer sind es über 30 Grad. Genau das ist Ende Juni 2026 in vielen Wiener Volksschulen passiert. In der Volksschule Lange Gasse im 8. Bezirk zeigte das Thermometer am Morgen sogar 35 Grad – in einem Zimmer direkt unter dem Dach, in dem Erstklässler unterrichtet werden. Statt der üblichen 30 Kinder waren in einer Klasse nur noch sieben da, weil viele Eltern ihre Kinder lieber zu Hause ließen. Über das Wochenende wurden in Wien sowohl tagsüber als auch nachts Rekordtemperaturen gemessen.

Zum Glück sind nicht alle tatenlos: Hausbesorger kommen freiwillig früher, um die Klassen zu lüften. An manchen Schulen werden die Fenster in den oberen Stockwerken nachts gekippt, damit die Luft zirkuliert. Eltern dürfen ihre Kinder vom Unterricht entschuldigen. Die Pflichtschulgewerkschaften fordern, dass es bald eine klare Regel gibt, damit Schüler bei extremer Hitze nicht in die Schule müssen. Sie wollen außerdem mehr „Summer City Camps“ und langfristig klimatisierte oder natürlich gekühlte Klassenzimmer. Wiens Bildungsstadträtin Bettina Emmerling (Neos) hat vorgeschlagen, die Sommerferien weiter nach vorn zu verlegen – darüber wird noch diskutiert.