Eine ungewöhnlich lange Hitzewelle sorgt in Österreich und in weiten Teilen Europas für neue Temperaturrekorde.

Was passiert gerade? Seit Tagen liegt ein riesiges Hochdruckgebiet über Europa und drückt warme Luft aus Nordafrika zu uns. Dadurch klettern die Temperaturen extrem hoch: In Basel wurden 38 Grad gemessen, in Österreich sind am Wochenende vielerorts über 35 Grad möglich, vereinzelt sogar bis zu 40 Grad. Städte wie Graz und Linz brechen ihre alten Juni-Rekorde, weil die Hitzewelle ungewöhnlich lange anhält. Klima­forscherinnen und Klima­forscher sagen: Der menschgemachte Klimawandel verstärkt solche Hitzewellen um zwei bis vier Grad, und sie werden laut Weltklimarat in Zukunft häufiger und länger.

Wer hilft? Frankreich hat seine Krankenhäuser in den Krisenmodus versetzt, damit ältere und kranke Menschen gut versorgt werden. In Paris wurde ein weitreichendes Alkoholverbot verhängt, damit die Stadt ruhig bleibt und niemand dehydriert auf der Straße zusammenbricht. Genf hat spezielle Arbeitsregeln eingeführt, damit Beschäftigte bei Hitze nicht draußen arbeiten müssen. In Österreich und der Schweiz schränken Gemeinden die Besucherzahlen in Freibädern ein, damit niemandem schwindlig wird, und der Kanton Basel-Landschaft verschärft seine Maßnahmen gegen die zunehmende Trockenheit. Auch Kernkraftwerke drosseln ihre Leistung, weil das Kühlwasser zu warm wird – etwa das Kraftwerk Beznau in der Schweiz.