Während der großen Hitze Ende Juni sind in Berlin deutlich mehr Rettungswagen ausgerückt als sonst.

Was ist passiert? Eine Studie der Freien Universität Berlin hat gezeigt: Während der Hitzewelle Ende Juni gab es in Berlin rund 23 Prozent mehr Rettungseinsätze als normalerweise erwartet. Insgesamt waren es etwa 3.000 Einsätze mehr als sonst in einem vergleichbaren Zeitraum. Am 27. Juni wurde in Berlin-Tempelhof mit 39,9 Grad Celsius ein Rekordwert gemessen – so heiß war es dort noch nie. Besonders betroffen war der Bezirk Spandau mit etwa 40 Prozent mehr Einsätzen, aber auch Friedrichshain-Kreuzberg, Charlottenburg-Wilmersdorf und Mitte verzeichneten einen deutlichen Anstieg.

Wer hilft? Die Berliner Feuerwehr war im Dauereinsatz und hat die Zahlen öffentlich gemacht, damit Forschende wie der Meteorologe Daniel Kruppke-Hansen von der Freien Universität die Auswirkungen untersuchen können. Das Robert Koch-Institut beobachtet die gesundheitlichen Folgen solcher Hitzewellen für ganz Deutschland. Außerdem zeigen die Ergebnisse, dass Städte ihre Hitze-Schutzpläne weiter verbessern müssen – zum Beispiel mit kühlen Räumen, Trinkwasserangeboten und Warnsystemen für ältere Menschen.

Was kannst du tun? An heißen Tagen kannst du auf dich und andere achten: Trink viel Wasser, suche Schatten oder kühle Räume auf und meide große Anstrengungen in der Mittagshitze. Wenn du ältere Nachbarinnen, Nachbarn oder deine Großeltern kennst, frag ruhig mal nach, ob sie genug trinken oder Hilfe brauchen. Bei Schwindel, starker Erschöpfung oder Kreislaufproblemen ist es wichtig, den Rettungsdienst zu rufen.