In Italien sorgt eine starke Hitzewelle dafür, dass Winzer um ihre Trauben und den kommenden Jahrgang bangen.
In Teilen Italiens ist es seit Tagen extrem heiß – teils bis zu 37 Grad Celsius. Davon betroffen sind auch die Weinregionen im Norden, etwa das Prosecco-Gebiet nahe Österreich. Die Trauben reifen langsamer als sonst, und manche Winzer befürchten, dass sich die typischen Aromen nicht richtig entwickeln.
Die Lage ist aber nicht überall gleich düster: Riccardo Cotarella, Chef der italienischen Önologen-Vereinigung Assoenologi, sagt, die Trauben seien gesund, und falls es im Juli endlich regnet, könne 2026 sogar ein sehr guter Jahrgang werden.
Nicht nur der Weinbau ist betroffen. Auch Reisbauern im Norden haben mit vertrockneten Feldern zu kämpfen, und in den Ställen sinkt die Milchproduktion, weil die Tiere unter der Hitze leiden. Viele Landwirte müssen Ventilatoren einsetzen, was die Kosten steigen lässt.
Die Bauerngewerkschaft CIA fordert deshalb bessere Versicherungen gegen Klimarisiken und mehr Geld für die Züchtung von Rebsorten, die mit Hitze besser klarkommen. Das zeigt: Die Landwirtschaft muss sich an den Klimawandel anpassen.
