In vielen Teilen Europas ist es gerade sehr heiß, und Gewerkschaften fordern deshalb neue Regeln, damit Arbeitnehmer bei Hitze besser geschützt werden.

Was ist passiert? Gerade gibt es in Europa eine starke Hitzewelle. Der Europäische Gewerkschaftsbund und andere Verbände sagen: Arbeitgeber tun zu wenig, damit Beschäftigte bei Hitze sicher arbeiten können. Sie verweisen auf Menschen, die im Sommer 2025 bei der Arbeit an den Folgen der Hitze gestorben sind. Die Gewerkschaften wollen, dass die EU verbindliche Regeln einführt, zum Beispiel Obergrenzen für Temperaturen am Arbeitsplatz, regelmäßige bezahlte Pausen, Schattenplätze, Wasser und kürzere Arbeitszeiten bei extremer Hitze.

Wer hilft? Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) hat auf einer Pressekonferenz in Genf vor den Gefahren durch Hitze gewarnt. WHO-Chef Tedros Adhanom Ghebreyesus sagte, jedes Jahr sterben weltweit rund eine halbe Million Menschen an den Folgen von Hitze, und viele dieser Todesfälle wären vermeidbar. Eine Sprecherin der EU-Kommission sagte, die Kommission nehme die Risiken hoher Temperaturen am Arbeitsplatz sehr ernst und wolle Hitzeschutz in eine neue Verordnung aufnehmen. Gewerkschaften wie der Europäische Gewerkschaftsbund und die Europäische Föderation für Bau- und Holzarbeiter machen Druck, damit aus den Plänen bald echte Regeln werden.