In Hannover müssen fünf Polizisten vorerst nicht mehr arbeiten, weil gegen sie wegen möglicher Übergriffe und Vertuschung ermittelt wird.
In Hannover hat die Polizeidirektion fünf Polizisten vorläufig vom Dienst entbunden. Gegen sie wird disziplinarisch und strafrechtlich ermittelt – unter anderem wegen des Verdachts der Körperverletzung im Amt und der Strafvereitelung im Amt. Eine Polizeisprecherin erklärte, es gehe um Fehlverhalten im Dienst, Verstöße gegen die allgemeine Wohlverhaltenspflicht und Verstöße gegen die Pflicht, Anweisungen zu befolgen. Die Polizeipräsidentin Gwendolin von der Osten sagte, wenn sich die Vorwürfe bestätigen, würde das gegen die Werte verstoßen, für die die Polizei jeden Tag stehe. Die Behörde betonte, dass die Unschuldsvermutung gelte, bis die Ermittlungen abgeschlossen sind.
Es ist nicht das erste Mal, dass so ein Fall an die Öffentlichkeit kommt. Damit so etwas aufgeklärt wird, gibt es mehrere Stellen, die helfen: Die internen Beschwerdestellen der Polizei, die den Fall durch Hinweise angestoßen haben, die Staatsanwaltschaft, die jetzt strafrechtlich ermittelt, und die eigene Polizeiführung, die disziplinarisch prüft. Die Polizeidirektion Hannover hat angekündigt, eng mit den Ermittlungsbehörden zusammenzuarbeiten, die nötigen Konsequenzen zu ziehen und die Öffentlichkeit über wichtige Entwicklungen zu informieren, soweit das rechtlich erlaubt ist. So soll überprüft werden, ob sich der Verdacht bestätigt.
