In Berlin-Friedrichshain hat ein Einsatz der Polizei nach einem Straßenfest für Wirbel gesorgt, weil ein Mann und die Polizei sehr unterschiedlich erzählen, was passiert ist.
Was ist passiert? In der Nacht zum 7. Juni wollte die Polizei in der Kreutzigerstraße in Berlin-Friedrichshain einen Mann festnehmen. Im Internet wurde ein Video geteilt, das zeigt, wie mehrere Polizisten einen Durchgang blockieren und dahinter eine Person am Boden liegt. Die Polizei sagt, der 57-jährige Mann habe einen Beamten beleidigt und ihm ins Gesicht geschlagen. Er selbst sagt, ein Polizist habe ihn weggeschubst, sei auf ihn losgegangen, habe ihn geschlagen, und weitere Beamte seien dazugekommen, bis er am Boden gelegen habe. Nach seinen Angaben wurde er an Stirn und Augenbraue verletzt und hat eine Rippenprellung.
Wer hilft oder klärt auf? Die Berliner Staatsanwaltschaft und die Polizei prüfen, ob sie Ermittlungen gegen einen oder mehrere Polizisten wegen Körperverletzung im Amt einleiten. Das bedeutet, dass unabhängig geprüft wird, ob die Polizei zu hart vorgegangen ist. Auch der Bürgerbeauftragte für die Polizeiarbeit, der sich um Beschwerden gegen die Polizei kümmert, hat sich in den Fall eingeschaltet. Die Abgeordneten im Innenausschuss des Berliner Abgeordnetenhauses haben Polizeipräsidentin Barbara Slowik-Meisel zu dem Vorfall befragt, und die Videos der Bodycams der Polizisten werden ausgewertet.
