Heute entscheiden die Hamburgerinnen und Hamburger ab 16 Jahren, ob sich ihre Stadt für Olympische Spiele bewerben soll.
Stell dir vor, die Olympischen Spiele finden direkt vor deiner Haustür statt – mit tausenden Sportlerinnen und Sportlern aus aller Welt. Genau darum geht es heute in Hamburg: Bei einem Referendum, also einer direkten Abstimmung, können alle Wahlberechtigten ab 16 Jahren mit Ja oder Nein stimmen.
Die Frage auf dem Stimmzettel lautet: Soll Hamburg versuchen, die Olympischen und Paralympischen Spiele in den Jahren 2036, 2040 oder 2044 auszurichten? Bis 14 Uhr hatten schon über 600.000 Menschen abgestimmt, viele davon per Briefwahl. Das ist fast die Hälfte aller Wahlberechtigten.
Hamburgs Plan setzt auf Nachhaltigkeit: Die Stadt will vor allem Sportstätten nutzen, die es schon gibt, und nur wenige neue bauen. Das Olympische Dorf, wo die Athletinnen und Athleten wohnen, soll später ein neues Stadtviertel mit Wohnungen und einer Wissenschaftsstadt werden. Auch Kiel wäre dabei – dort würden die Segelwettbewerbe stattfinden.
Nicht alle finden die Idee gut. Eine Gruppe namens NOlympia kritisiert, dass die Kosten zu niedrig geschätzt seien. Auch einige Parteien und Umweltschutzgruppen sind dagegen. Auf der anderen Seite unterstützen Sportverbände, die CDU und bekannte Sportlerinnen wie Isabell Werth die Bewerbung. Werth hat bei Olympia 14 Medaillen gewonnen und findet: Sport verbindet und motiviert junge Menschen.
