Andy Burnham wird am Montag als neuer Premierminister Großbritanniens vereidigt – der siebte in nur zehn Jahren.
Großbritannien bekommt einen neuen Regierungschef. Andy Burnham löst Keir Starmer ab und zieht in die Downing Street Nummer 10 ein. Er ist 56 Jahre alt und kommt aus dem Nordwesten Englands. Vorher war er Bürgermeister der Region Manchester und ist dort vor allem für den Ausbau günstiger Busse und Bahnen bekannt. Aufgewachsen ist er mit zwei Brüdern in einem Dorf zwischen Manchester und Liverpool, er ist Fan des FC Everton und Vater von drei Kindern.
Was will Burnham anders machen? Er sagt, er will die Macht stärker vom Zentrum London in die Regionen verlagern. Das nennt er die 'größte Umverteilung der Macht'. Außerdem will er mehr Wohnungen bauen, Krankenhäuser und die Pflege älterer Menschen verbessern und mit anderen Parteien zusammenarbeiten. Sein Wahlspruch lautet: 'Wir wollen dem Land die Hoffnung zurückgeben.' Für die Menschen in den Regionen soll sich dadurch etwas ändern.
Auch über neue Öl- und Gasbohrungen in der Nordsee wird schon diskutiert. Bisher lehnte die Labour-Partei solche Projekte ab. Unter Burnham könnte sich das ändern, um Energiepreise zu senken und britische Industrien zu stärken. Beim Personal wird gemunkelt, dass Shabana Mahmood neue Finanzministerin werden könnte. Eine andere mögliche Personalie ist die Rückkehr von Jonathan Reynolds als Wirtschaftsminister.
