In Graz, der zweitgrößten Stadt Österreichs, wird bald ein neuer Stadtrat gewählt. Die KPÖ mit Bürgermeisterin Elke Kahr und die ÖVP mit Spitzenkandidat Kurt Hohensinner kämpfen um die Mehrheit.
Was ist passiert? Seit 2021 regiert in Graz ein Bündnis aus Kommunistischer Partei (KPÖ) und Grünen. Bürgermeisterin ist Elke Kahr. Die KPÖ hat zusammen mit den Grünen neue Wohnungen gebaut, alte Wohnungen saniert und den Zugang zu günstigen Gemeindewohnungen erleichtert. Die Grünen haben mehr Radwege gebaut, Begegnungszonen eingerichtet und den Autoverkehr in der Innenstadt zurückgedrängt. Der Herausgeber der Kleinen Zeitung, Hubert Patterer, sagte über Kahr wörtlich: „Sie führt diese Stadt als Sozialarbeiterin. Ein grobes Missverständnis von der Aufgabe her, die zweitgrößte Stadt Österreichs zu führen. Aber es ist ein sehr erfolgreiches Missverständnis.“ Bei der nächsten Wahl will die ÖVP mit Kurt Hohensinner jetzt mehr Macht, und auch die FPÖ und die Neos treten an. Die SPÖ unter Doris Kampus hat gesagt: „Wir stehen nicht mehr als Koalitionspartner zur Verfügung, wenn wir nicht wieder einen Stadtratssitz bekommen.“ Es ist also offen, wer nach der Wahl mit wem zusammenarbeitet.
