Ein SPD-Politiker aus Köln möchte, dass alle Menschen aus NRW einmal pro Woche umsonst in den Kölner Dom gehen können.
Stell dir vor, du gehst samstags in den Kölner Dom und musst nichts bezahlen. Genau das hat Jochen Ott vorgeschlagen. Er ist SPD-Politiker und der Spitzenkandidat seiner Partei für die Landtagswahl in Nordrhein-Westfalen 2027. In einem Brief an den Dompropst Guido Assmann hat er die Idee aufgeschrieben.
Sein Argument: Der Kölner Dom war früher nicht nur für die Stadt Köln wichtig, sondern für ein großes Gebiet, das heute NRW heißt. Deshalb sollten heute auch alle Menschen im Land etwas davon haben. Außerdem, so Ott, könnte der Dom im Sommer eine Anlaufstelle sein, wenn es in der Innenstadt sehr heiß ist - eine Art kühler Ort in der Stadt.
Doch der Dom kostet viel Geld: Rund 44.000 Euro am Tag, um alles zu pflegen und zu reparieren. Deshalb wurde vor kurzem Eintritt eingeführt. Am ersten Tag wurden etwa 3.000 Tickets verkauft. Das Ziel waren 22.000 Euro Einnahmen - also deutlich weniger als die tatsächlichen Kosten. Ob und wie ein Gratis-Tag finanziert werden könnte, ist noch offen. Vom Domkapitel gibt es bisher keine Antwort.
