Der Norweger Fredrik Dversnes hat am Sonntag die flachste Etappe des Giro d'Italia gewonnen, weil seine Ausreißergruppe vom Peloton nicht mehr eingeholt wurde.
Stell dir vor: vier Radprofis reißen aus, und keiner holt sie ein – obwohl die Strecke ganz flach ist und eigentlich alle auf einen Massensprint gewartet haben. Genau das passierte auf der 14. Etappe des Giro von Voghera nach Mailand über 157 Kilometer.
Dversnes war mit drei Italienern – Mirco Maestri, Martin Marcellusi und Mattia Bais – unterwegs. Ihr Vorsprung schmolz in den letzten Runden zwar, aber das große Feld kam nicht mehr heran. So sprinteten sie unter sich um den Sieg, und der 29-jährige Norweger setzte sich durch.
Für Dversnes, der sonst eher Helferdienste leistet, ist das der größte Erfolg seiner Karriere. Es zeigt, dass im Radsport auch weniger bekannte Fahrer große Chancen nutzen können, wenn sie mutig attackieren und zusammenarbeiten.