Ein norwegisches Gericht hat entschieden, dass Marius Borg Høiby seine schwer kranke Mutter besuchen darf, aber die Staatsanwaltschaft hat sofort Berufung eingelegt.
Was ist passiert? Marius Borg Høiby ist der Sohn von Kronprinzessin Mette-Marit von Norwegen. Er sitzt seit Februar in Untersuchungshaft, weil ihm schwere Straftaten vorgeworfen werden, darunter vier Vergewaltigungen. Am Montagabend hat ein Gericht in Oslo entschieden, dass er freigelassen werden soll, damit er bei seiner Mutter sein kann. Diese ist schwer an einer unheilbaren Lungenkrankheit erkrankt und braucht eine neue Lunge. Die Staatsanwaltschaft hat allerdings sofort Berufung eingelegt, sodass er vorerst im Gefängnis bleiben muss.
Wer hilft? Rund um die Familie wird viel Unterstützung organisiert. Kronprinz Haakon, der Vater von Marius, besucht ihn regelmäßig in der Haft. In der Familie wird über Behandlungen und Transplantationen gesprochen, und es gibt ein medizinisches Team, das sich um die Kronprinzessin kümmert. Auch die Anwältin der Ex-Freundin setzt sich dafür ein, dass das Kontaktverbot, also ein Treffen- und Kontaktverbot, gegenüber dieser Frau eingehalten wird. So soll die Ex-Freundin geschützt werden, die im Prozess als eines der mutmaßlichen Opfer aussagt.
