Eine Frau, die dem Umfeld der rechtsextremen Terrorgruppe NSU angehört haben soll, ist in Dresden zu zwei Jahren Haft auf Bewährung verurteilt worden.

Was ist passiert? Das Oberlandesgericht in Dresden hat am 17. Juli 2026 eine Frau verurteilt, die der Terrorgruppe NSU geholfen haben soll. Sie heißt Susann E. und soll enge Freundin der NSU-Terroristin Beate Zschäpe gewesen sein. Das Gericht sagt: Sie hat die Terrorgruppe unterstützt und bei einem bewaffneten Überfall mitgemacht. Dafür bekommt sie zwei Jahre Haft, die aber zur Bewährung ausgesetzt sind. Das heißt: Sie muss nicht ins Gefängnis, solange sie in den nächsten Jahren keine Straftaten begeht. Der Prozess hat acht Monate gedauert.

Wer hilft? In solchen Verfahren geht es nicht nur um Strafe, sondern auch um Aufklärung. Staatsanwälte und Richter arbeiten daran, die Verbrechen der NSU aufzuklären. Auch Beratungsstellen gegen Rechtsextremismus, wie die Mobilen Beratungsteams in Sachsen oder die Bundeszentrale für politische Bildung, bieten jungen Menschen Informationen und Unterstützung an. Sie helfen dabei, rechte Ideologien zu erkennen und sich gegen sie zu wehren.

Was kannst du tun? Informiere dich über die Geschichte des NSU und über rechten Terror in Deutschland. Sprich mit Freundinnen, Freunden oder deiner Familie darüber, wenn du etwas nicht verstehst oder beunruhigend findest. Wenn du im Internet oder in deinem Umfeld Hass oder rechte Parolen siehst, kannst du dich an die „Nummer gegen Kummer“ (116111) oder an Beratungsstellen wie die Bundeszentrale für politische Bildung wenden. Aufmerksamkeit und Wissen sind die wichtigsten Werkzeuge gegen Rechtsextremismus.