Das Oberlandesgericht Dresden hat eine Frau, die den NSU unterstützt haben soll, zu zwei Jahren Haft auf Bewährung verurteilt.
Die Neonazi-Gruppe NSU hat in den 2000er Jahren zehn Menschen aus rassistischen Motiven getötet und viele weitere verletzt. Drei Menschen gehörten zur Terrorgruppe: Beate Zschäpe, Uwe Böhnhardt und Uwe Mundlos. Susann E. soll dieser Gruppe geholfen haben, indem sie zum Beispiel ihre Identität an Zschäpe lieh und beim Mieten eines Wohnmobils half. Das Gericht fand aber keine Beweise dafür, dass sie selbst von den Morden wusste oder daran beteiligt war.
Es gibt heute viele Stellen, die sich um Aufklärung kümmern: das Oberlandesgericht Dresden als Gericht, die Bundesanwaltschaft als Anklagebehörde, Forscherinnen und Forscher in Universitäten, Beratungsstellen für Betroffene von Rechtsextremismus und Initiativen der Opferfamilien. Sie alle arbeiten daran, die Morde aufzuklären und die Hintergründe sichtbar zu machen, damit sich so etwas nicht wiederholt.
