Eine Idee aus Österreich: Wer alte Lithiumbatterien richtig abgibt, soll dafür zwischen 50 Cent und 50 Euro zurückbekommen.

In Österreich landen laut einer Hochrechnung der Montanuniversität Leoben jedes Jahr rund 17 Millionen Lithiumbatterien im falschen Müll. Das bedeutet: Sie werden nicht zur Sammelstelle gebracht, sondern landen zum Beispiel im Hausmüll. Aktuell werden in Österreich etwa 53 Prozent der Lithiumbatterien richtig gesammelt. Die EU will, dass diese Quote bis 2030 auf 73 Prozent steigt.

Der Verband Österreichischer Entsorgungsbetriebe (kurz VOEB) hat deshalb gemeinsam mit Umweltminister Norbert Totschnig von der ÖVP über ein neues System diskutiert: ein sogenanntes Cash-back. Das Wort kommt aus dem Englischen und bedeutet "Geld zurück". Wenn du eine Lithiumbatterie zurückbringst, bekommst du je nach Größe und Typ einen Betrag von 50 Cent bis zu 50 Euro zurück. Kleine Akkus aus Handys oder Laptops wären unten in der Skala, große Batterien aus E-Autos ganz oben.

Warum ist das wichtig? Falsch entsorgte Lithiumbatterien haben in den letzten 18 Jahren zu über 1.000 Bränden geführt, die Schlagzeilen gemacht haben. Außerdem gehen der Wirtschaft wichtige Rohstoffe verloren, zum Beispiel Lithium, Nickel, Kobalt und Mangan. Diese Stoffe sind selten und werden in vielen Ländern unter schwierigen Bedingungen abgebaut. Werden die Batterien recycelt, kann man diese Rohstoffe wiederverwenden und muss weniger neu fördern.

Es gibt also mehrere gute Gründe, Lithiumbatterien richtig zu entsorgen: weniger Brände, weniger verschwendete Rohstoffe und mehr Klimaschutz. Wenn das Cash-back-System kommt, lohnt es sich also doppelt, alte Akkus nicht einfach in den Restmüll zu werfen, sondern zur Sammelstelle oder in den Fachhandel zu bringen.