Das Vergleichsportal Verivox sagt: Wenn die Versorger die Preise nicht erhöhen, zahlen viele Haushalte in Deutschland 2026 weniger für Gas als 2025.

Die Lage ist gerade etwas unruhig: Wegen des Konflikts im Nahen Osten ist Gas am Großhandelsmarkt zwischenzeitlich teurer geworden – von rund 30 Euro auf bis zu 66 Euro pro Megawattstunde. Zum Vergleich: Am Freitag lag der Preis wieder bei etwa 41 Euro. Großhandelspreis bedeutet: Das ist der Preis, den Versorger zahlen, wenn sie Gas in großen Mengen einkaufen, bevor es bei dir zu Hause aus der Leitung kommt.

Thorsten Storck ist Energieexperte bei Verivox. Er erklärt: „Die meisten Versorger beschaffen das Gas für ihre Bestandskunden langfristig und können so kurzfristige Preisschwankungen abfedern.“ Bestandskunden sind Menschen, die schon länger einen Vertrag bei ihrem Versorger haben. Auch der Verband BDEW sagt: Solche Verträge sind meistens längerfristig abgesichert und ändern sich nicht sofort, wenn der Großhandelspreis steigt.

Für dich heißt das: Ein typischer Haushalt mit 20.000 Kilowattstunden Verbrauch im Jahr (so viel verbraucht ein durchschnittliches Einfamilienhaus) zahlt in der Grundversorgung 2026 voraussichtlich 2.687 Euro statt 2.802 Euro im Jahr 2025 – ein Minus von rund 4,1 Prozent. Bei Sondertarifen vom lokalen Versorger könnte die Rechnung um etwa 3 Prozent sinken, von 2.292 Euro auf 2.223 Euro im Jahr. Davon könnten rund 3,7 Millionen Haushalte in der Grundversorgung und rund 7,5 Millionen Haushalte bei Sondertarifen profitieren.