Forschende aus vier Instituten haben am Montag in Berlin das Friedensgutachten 2026 vorgestellt und warnen davor, dass einige mächtige Staatschefs immer häufiger Gewalt einsetzen, um ihre Interessen durchzusetzen.

Was ist passiert? Ein Bündnis aus vier Friedensforschungsinstituten hat in Berlin das sogenannte Friedensgutachten 2026 veröffentlicht. Darin beschreiben sie einen neuen Typus von Staatsführern – die „Warlords“ oder „Kriegsfürsten“. Gemeint sind damit Regierungen, die militärische Gewalt nicht zur Verteidigung einsetzen, sondern um eigene Macht- und Wirtschaftsinteressen durchzusetzen. Als Beispiele nennen die Forschenden die Präsidenten Wladimir Putin und Donald Trump sowie den israelischen Ministerpräsidenten Benjamin Netanyahu. Auch die Golfstaaten Saudi-Arabien, Katar und die Vereinigten Arabischen Emirate würden sich laut Bericht in zahlreiche Bürgerkriege einmischen – zum Beispiel in Libyen, Somalia und im Sudan. Die Forschenden sagen, die internationale Zusammenarbeit für Frieden stecke in ihrer „schwersten Krise“ überhaupt.