Das französische Parlament hat ein neues Gesetz beschlossen, das todkranken Erwachsenen unter klaren Bedingungen den assistierten Suizid erlaubt.
Was ist passiert? Die französische Nationalversammlung, das ist das Parlament in Paris, hat am Dienstag einen Gesetzentwurf verabschiedet. Damit können erwachsene Menschen, die unheilbar krank sind und wissen, dass sie bald sterben werden, in Zukunft um Hilfe beim Sterben bitten. Wichtig: Es geht nicht um aktive Sterbehilfe, bei der ein Arzt direkt eine tödliche Spritze gibt. Die Patienten sollen das Mittel meistens selbst einnehmen. Wenn sie das körperlich nicht schaffen, darf ein Arzt oder Pfleger dabei helfen.
Wer hilft? Schon vor diesem Gesetz hat Frankreich im Februar 2026 die Palliativmedizin ausgebaut. Palliativmedizin bedeutet: Schwer kranke Menschen werden so begleitet, dass sie möglichst wenig Schmerzen haben und sich wohlfühlen. Außerdem muss laut Entwurf ein Arzt vor der Verschreibung des Mittels mit anderen Ärzten sprechen. So soll sichergestellt werden, dass die Entscheidung gut überlegt und medizinisch sinnvoll ist. Viele Patientenschutzorganisationen unterstützen das Gesetz, weil sie sagen: Jeder Mensch sollte am Ende seines Lebens selbst entscheiden dürfen.
