In der Nacht auf den 22. Juli 2026 wurde die Flugabwehr in der iranischen Hauptstadt Teheran aktiviert – erstmals seit Wochen wieder.
Im Nordosten von Teheran war gegen 3.30 Uhr morgens etwa eine halbe Stunde lang ein dumpfes Grollen zu hören. Das kam von der Flugabwehr, also von Raketen, die in den Himmel geschossen werden, um angreifende Flugzeuge oder Drohnen abzufangen. Später meldete die iranische Nachrichtenagentur Fars, dass eine feindliche Drohne über der Stadt abgeschossen worden sei. Teheran hat ungefähr 15 Millionen Einwohner – das sind mehr Menschen als in ganz Berlin, Hamburg und München zusammen.
Die USA greifen den Iran bereits seit elf Nächten in Folge an. Kurz vor den neuen Angriffen hatte US-Präsident Donald Trump dem Iran sogar öffentlich gedroht: Er sagte, eine bestimmte Anlage namens "Pickaxe Mountain" werde "mit voller Wucht" angegriffen. Das ist eine Anlage südlich eines bekannten Atomgeländes. Der Iran hatte kurz zuvor Schiffe in der Straße von Hormus beschossen – einer Meerenge, durch die ein großer Teil des weltweiten Öls transportiert wird. Das US-Militär flog daraufhin Hunderte Luftangriffe, vor allem an der Südküste des Iran.
