Am Samstagabend hat die Wiener Künstlerin Florentina Holzinger am Bodensee eine aufsehenerregende Performance gezeigt – mit einer tonnenschweren Glocke, die per Hubschrauber ins Wasser gelassen wurde.

Was ist passiert? Rund 3.000 Menschen haben am Bregenzer Molo eine etwa 40-minütige Gratis-Show gesehen. Auf dem Programm stand eine Inszenierung der Wiener Choreografin Florentina Holzinger mit dem Titel Bodensee Étude. Ein Hubschrauber ließ eine 1,4 Tonnen schwere Glocke an einem Seil über dem See pendeln und direkt vor einer schwimmenden Bühne ins Wasser fallen. Performerinnen, die kopfüber an einem Metallring hingen, wurden anschließend von einem Kran wieder aus dem Wasser gezogen.

Wer hat mitgemacht? Vier Schlagzeugerinnen spielten am Ufer, eine Dirigentin erreichte die Bühne schwimmend, und Holzinger selbst war in der Glocke festgeschnallt. Sie tauchte am Ende kopfüber hängend auf und ließ den Klöppel der Glocke erklingen, bevor sie unter stehenden Ovationen des Publikums wieder aus der Tiefe auftauchte. Die Show war als „Satellitenprogramm“ zu ihrer Arbeit Seaworld Venice gedacht, die seit Mai beim österreichischen Pavillon auf der Kunst-Biennale in Venedig zu sehen ist und bis November läuft.