Auf der kleinen Nordseeinsel Trischen ist in der Nacht die Hütte des einzigen Bewohners abgebrannt, doch der 33-jährige Ornithologe David Grupp konnte sich retten.

Was ist passiert? In der Nacht zu Donnerstag brach auf der Nordseeinsel Trischen, die mitten im Wattenmeer vor Büsum liegt, ein Feuer aus. Es zerstörte die Holzhütte auf Stelzen, in der der einzige Bewohner der Insel, ein Vogelwart des Naturschutzverbands NABU, lebte. Rund 350 Quadratmeter Dünen- und Salzwiesenvegetation verbrannten ebenfalls. Der Ornithologe David Grupp alarmierte selbst die Feuerwehr und floh zur Nordspitze der Insel, wo er im Wasser auf Hilfe wartete.

Wer hat geholfen? Die Seenotretter der DGzRS aus Büsum nahmen ihn vom Wasser auf und brachten ihn mit Verdacht auf Rauchgasvergiftung ins Krankenhaus. Ein Hubschrauber der Marineflieger vom Stützpunkt auf Helgoland flog neun Feuerwehrleute auf die Insel. Mit Feuerpatschen, Schaufeln und Äxten kämpften sie gegen die Flammen und konnten verhindern, dass sich der Brand weiter ausbreitet. Wichtig: Keine Brutvögel sind verletzt worden. Die Polizei hat nach einer Untersuchung des Brandorts mitgeteilt, dass es keine Hinweise auf Brandstiftung gibt – vermutlich war ein technischer Defekt die Ursache.