Deutschland, Frankreich und Großbritannien haben ihre Botschafter nach Russland geschickt, um über ein Ende des Ukraine-Kriegs zu sprechen.

Was ist passiert? Die Botschafter von Deutschland, Frankreich und Großbritannien (man nennt sie zusammen die „E3") sind am Donnerstag nach Moskau gereist. Dort haben sie sich mit dem russischen Vize-Außenminister Michail Galusin getroffen. Sie haben ihm gesagt, dass sie direkte Gespräche zwischen Russland und der Ukraine wollen. Auch die USA und Europa sollen dabei mitmachen, damit es bald einen Waffenstillstand gibt. Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj hatte sich das gewünscht. Am Sonntag davor hatten sich die Regierungschefs der drei Länder, Friedrich Merz, Keir Starmer und Emmanuel Macron, mit Selenskyj in London getroffen. Danach haben sie eine gemeinsame Erklärung veröffentlicht, in der sie den russischen Präsidenten Wladimir Putin auffordern, dem Krieg sofort ein Ende zu setzen.

Wer hilft? Die drei Länder Deutschland, Frankreich und Großbritannien versuchen, zwischen Russland und der Ukraine zu vermitteln. Sie bilden zusammen mit anderen Ländern die „Koalition der Willigen" – das ist eine Gruppe von Staaten, die die Ukraine unterstützen. Allerdings reagiert Russland ablehnend: Die russische Regierung wirft den Europäern vor, sie würden den Krieg weiter anheizen. Sie sagt, die europäische Politik sei „destruktiv", also zerstörerisch. Der russische Präsident Putin hat außerdem abgelehnt, sich persönlich mit Selenskyj zu treffen. Trotzdem gehen die diplomatischen Gespräche weiter.