Am Dienstag stimmt das Europaparlament in Straßburg darüber ab, ob ein neues Handelsabkommen mit den USA in Kraft treten soll.
Stell dir vor, du kaufst ein T-Shirt in Europa und willst es in den USA verkaufen. Dafür muss bisher oft eine Art Einfuhr-Steuer, ein sogenannter Zoll, bezahlt werden. Die EU und die USA haben sich nun auf neue Regeln für solche Zölle geeinigt. Das EU-Parlament in Straßburg will am Dienstag ab 12.30 Uhr darüber abstimmen, ob diese neuen Regeln wirklich gelten sollen.
Im Deal geht es um zwei große Punkte: Die USA dürfen auf viele Waren aus Europa Zölle von bis zu 15 Prozent erheben. Im Gegenzug schafft die EU ihre eigenen Zölle auf Industrie-Waren aus den USA ab und erleichtert den Zugang für US-Lebensmittel wie Meeresfrüchte und Agrarprodukte. Das klingt erstmal fair, aber viele Abgeordnete finden den Deal trotzdem problematisch.
Damit die EU nicht den Kürzeren zieht, wurde ein Sicherheitsnetz eingebaut: Die Vorteile für die USA greifen nur, wenn die USA ihre Zusagen aus dem Abkommen auch wirklich einhalten. Das Europaparlament muss dem Deal zustimmen, und danach ist noch der Rat der Minister aus den 27 EU-Ländern dran. Erst wenn beide zustimmen, gilt der Deal offiziell.
