In der russischen Stadt Orenburg wurden drei Menschen, die einen queeren Club betrieben haben, zu Haftstrafen verurteilt – es ist das erste Urteil dieser Art in Russland.

Was ist passiert? Ein Gericht in der Stadt Orenburg hat den Besitzer, einen Mitarbeiter und eine Mitarbeiterin des Clubs Pose schuldig gesprochen. Das Gericht wirft ihnen vor, sie hätten den Club als Treffpunkt für Menschen organisiert, die in Russland unter dem Vorwurf des Extremismus verfolgt werden. Die Strafen reichen von etwas mehr als zwei Jahren bis zu sieben Jahren Haft. Alle drei sagen, sie seien nicht schuldig. Das Urteil ist noch nicht endgültig und kann angefochten werden.

Wer hilft? Außerhalb von Russland haben mehrere Menschenrechtsorganisationen den Fall aufgegriffen und sorgen dafür, dass internationale Medien darüber berichten. Anwältinnen und Anwälte prüfen Rechtsmittel und unterstützen die Angeklagten dabei, gegen das Urteil vorzugehen. So bleibt die Chance, dass das Verfahren in einer höheren Instanz überprüft wird.