In Norddeich kümmert sich eine Spezialstation um die ersten zwei verwaisten Seehunde der Saison, die Jungtiere Ernie und Bert.
Stell dir vor, du liegst am Strand und plötzlich sitzt da ein kleines, flauschiges Seehund-Baby ganz allein. Genau das ist Ernie und Bert passiert. Die beiden wurden im Mai auf den Inseln Borkum und Norderney gefunden. Sie waren so jung, dass sie ihre Mütter unbedingt noch brauchten. Deshalb brachte man sie in die Seehundstation Norddeich, wo Expertinnen und Experten sich um sie kümmern. Ernie wog bei seiner Ankunft nur 8,3 Kilogramm.
In der Station werden die beiden erst einmal untersucht. Fachleute schauen, ob die Tiere wirklich verwaist sind, denn manchmal sucht die Seehund-Mutter nur kurz nach Futter und kommt zurück. Erst wenn klar ist, dass die Mütter wirklich wegbleiben, werden Ernie und Bert in der Station aufgepäppelt. Später sollen sie wieder in die freie Wildbahn dürfen. Jedes Jahr versorgt die Station über 150 Seehunde und Kegelrobben, die verwaist, verletzt oder krank sind.
