Der Wolf, der im April in Hamburg eine Frau verletzt hat, ist vermutlich tot, sagt die Umweltbehörde.
Was ist passiert? Der Wolf war im April in einer Einkaufspassage in Altona in eine Frau gerannt. Er war tagelang durch Hamburg geirrt, sprang später in die Binnenalster und wurde dort von der Polizei eingefangen. Danach kam er in eine Wildtierstation nach Niedersachsen, bekam ein GPS-Halsband und wurde im Süden Hamburgs wieder freigelassen. Seit Ende Mai sendet das Halsband kein Signal mehr. Weder das Tier noch der Sender konnten gefunden werden. Die Behörde sagt: „Aufgrund der vorliegenden Erkenntnisse ist der Tod des Tieres wahrscheinlich." Der Sender gilt als sehr zuverlässig, deshalb halten die Fachleute es für unwahrscheinlich, dass er einfach kaputtgegangen ist.
Wer hilft? Die Hamburger Umweltbehörde, die Polizei und Mitarbeitende der Wildtierstation in Sachsenhagen haben sich um das Tier gekümmert. Nach dem Vorfall wurde der Wolf medizinisch versorgt, mit einem Sender ausgestattet und an einem ruhigen Ort in Niedersachsen ausgewildert, wo er sich laut Behörde „völlig unauffällig und wolfstypisch verhalten" hat. Fachleute suchen weiter nach dem Tier und dem Sender, um endgültige Klarheit zu bekommen.
