Nach 17 Jahren Pause haben die Bauarbeiten für ein neues Stück der Autobahn A20 südlich von Bad Segeberg begonnen.

Stell dir vor, eine Autobahn endet einfach im Nirgendwo – und das seit fast zwei Jahrzehnten. Genau das war bei der A20 in Schleswig-Holstein der Fall. Jetzt geht es endlich weiter: Am 28. Mai 2026 startete der Bau eines zehn Kilometer langen Abschnitts zwischen den Dörfern Weede und Wittenborn.

Warum hat das so lange gedauert? In der Nähe liegen die Bad Segeberger Kalkhöhlen. Das sind die größten Winterquartiere für Fledermäuse in ganz Deutschland. Umweltverbände hatten geklagt, weil sie die Tiere durch die Autobahn in Gefahr sahen. 2013 stoppte ein Gericht den Bau.

Damit jetzt gebaut werden darf, gab es einen Deal: Das Land Schleswig-Holstein zahlt 14 Millionen Euro in eine Stiftung, die sich um den Schutz der Fledermäuse kümmert. So können Autobahn und Tiere hoffentlich nebeneinander existieren.