Früh am Morgen steht plötzlich ein riesiger Elch an der Autobahn bei Grünheide – ein Pendler greift zum Handy und filmt.
Kurz vor 5:00 Uhr morgens war auf der Autobahn bei Grünheide, südöstlich von Berlin, fast nichts los. Da entdeckt der Pendler Jens Jäger ein riesiges Tier am Rand der Fahrbahn: einen Elch. Er hält auf dem Seitenstreifen an, nimmt sein Handy und filmt. Später sagt er: "So etwas erlebt man nicht alle Tage. Das war wirklich ein kleines Stück Glück."
Elche sind normalerweise Einzelgänger und leben weiter nördlich, zum Beispiel in Skandinavien. In Brandenburg tauchen sie nur selten auf. Experten erklären sich die Sichtungen so: In Polen gibt es inzwischen wieder mehr Elche, und einzelne Tiere wandern von dort nach Deutschland. Vor wenigen Wochen wurden sogar zwei Elche in der Nähe von Grünheide gesehen. Auch an der Ostsee auf Usedom wurde 2024 ein Elch im Wasser und später auf einer Sandbank beobachtet.
Auch wenn die Begegnung harmlos aussieht, ist sie nicht ohne Risiko. Elche sind die größte Hirschart der Welt und können im Straßenverkehr schnell gefährlich werden. Experten raten: Abstand halten, bremsen, Fernlicht aus und die Polizei rufen. Das Tier nicht bedrängen – Elche bleiben bei Gefahr oft einfach stehen, statt wegzulaufen. Genau das hat auch das Tier bei Grünheide getan.
