Eine kleine künstliche Insel im Greifswalder Bodden wurde in Hamburg versteigert – der neue Besitzer will dort künftig Feste und Hochzeiten feiern.

Stell dir vor, du willst eine ganze Insel kaufen – kein Problem in diesem Fall, denn „Ostervilm" ist nur eine Plattform aus Beton, ungefähr so groß wie eine kleine Wohnung mit 250 Quadratmetern. Die Plattform liegt im Wasser südöstlich von Rügen und wurde in den 1950er-Jahren in der DDR gebaut. Damals hat die Nationale Volksarmee sie genutzt, um Schiffe zu entmagnetisieren – ein Trick, der die Schiffe vor bestimmten Seeminen schützen sollte. Heute ist die Plattform alt und kaputt, marode, wie Fachleute sagen.

Versteigert wurde „Ostervilm" von der Norddeutsche Grundstücksauktionen AG in Hamburg. Das Mindestgebot lag bei 39.000 Euro, am Ende haben die Bieter 20 Mal mitgemacht, bis der Hammer bei 60.000 Euro fiel. Gewonnen hat das österreichische Unternehmen McCube, das eigentlich modulare Fertighäuser baut. Bevor die Auktion überhaupt losging, haben sich laut Auktionshaus Hunderte Menschen aus ganz Deutschland telefonisch nach der Plattform erkundigt – ein ungewöhnlich großer Andrang.