Am frühen Sonntagmorgen haben maskierte Diebe in das bekannte Lalique-Museum im Elsass eingebrochen und etwa zwanzig Schmuckstücke gestohlen.

Was ist passiert? Gegen 5:30 Uhr morgens drangen mehrere maskierte Personen mit Gewalt in das Lalique-Museum in Wingen-sur-Moder ein. Das ist ein kleines Dorf im Elsass, etwa 60 Kilometer nordwestlich von Straßburg. Die Täter gingen direkt in den Raum, in dem Schmuck ausgestellt wird, und schlugen dort sechs Vitrinen ein. Dann flohen sie mit ungefähr zwanzig Schmuckstücken. Der Wert der Beute wird auf etwa vier Millionen Euro geschätzt. Eine Alarmanlage ging zwar los, aber die Wachfirma reagierte nicht schnell genug und rief auch nicht direkt die Polizei. Erst eine Reinigungskraft, die am Morgen zur Arbeit kam, alarmierte die Gendarmerie.

Wer hilft jetzt? Die Gendarmerie aus dem Département Bas-Rhin hat die Ermittlungen übernommen. Sie wertet die Videos der Überwachungskameras aus, um die Täter zu finden. Der Bürgermeister von Wingen-sur-Moder, Christian Dorschner, hat sich wütend über den Vorfall geäußert und vor allem die langsame Reaktion des Sicherheitsdienstes kritisiert. Auch Franck Leroy, der Präsident der Region Grand Est, hat den Einbruch scharf verurteilt. Er sprach von einer unakzeptablen Schädigung des kulturellen Erbes. Das Museum bleibt nun einige Tage geschlossen, damit die Polizei in Ruhe ermitteln kann und neue Sicherheitsmaßnahmen eingebaut werden.