In der Nacht auf Sonntag hat ein einziger Vogel den gesamten Zugverkehr rund um St. Pölten für mehrere Stunden gestoppt.
Stell dir vor, du sitzt im Zug und plötzlich geht nichts mehr: kein Licht, keine Klimaanlage, der Zug rollt einfach aus. Genau das ist am späten Samstagabend den Fahrgästen eines Railjets passiert. Der Grund? Ein Vogel war in ein sogenanntes Schaltgerüst geflogen. Das ist eine Art großer Schaltkasten neben den Gleisen, der den Strom für die Züge steuert.
Durch den Vogel gab es einen Kurzschluss. Das kannst du dir wie bei dir zu Hause vorstellen, wenn ein Gerät kaputt ist und die Sicherung rausfliegt. Nur dass hier die Sicherung für eine ganze Bahnstrecke rausgeflogen ist. Der Strom war weg, und auf der Weststrecke, einer der wichtigsten Bahnlinien Österreichs, fuhr gar kein Zug mehr.
Die Leute im Railjet mussten etwa 40 Minuten warten, bis sie aussteigen konnten. Eine alte, aber starke Diesellok, die keinen Strom von der Oberleitung braucht, hat den modernen Zug dann in den Bahnhof von St. Pölten gezogen. Für die Weiterfahrt haben die ÖBB schnell Busse organisiert, die die Fahrgäste zu anderen Bahnhöfen brachten, wo sie in andere Züge umsteigen konnten.
