Im Osten der Demokratischen Republik Kongo breitet sich Ebola weiter aus, und Helferinnen und Helfer schlagen Alarm.

Was ist passiert? Im Nordosten des Kongo, in der Provinz Ituri, erkranken immer mehr Menschen an Ebola. Die Zahl der bekannten Fälle ist innerhalb eines Tages um 72 auf 782 gestiegen, 181 Menschen sind gestorben. Fachleute sagen: Die echten Zahlen sind wahrscheinlich noch höher, weil Tests fehlen und manche Todesfälle in Dörfern gar nicht gemeldet werden. Viele Erkrankte erreichen die Spitäler erst, wenn sie schon schwer krank sind. Die Hauptstadt der Provinz heißt Bunia, sie hat über eine Million Einwohnerinnen und Einwohner und meldet die meisten Fälle.

Wer hilft? Vor Ort sind Hilfsorganisationen wie Ärzte ohne Grenzen (MSF) im Einsatz. Sie haben hunderte Tonnen Medikamente und Schutzausrüstung per Flugzeug in die Region gebracht. Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter versorgen Kranke, klären die Bevölkerung über Hygiene auf und versuchen, Kontaktpersonen von Infizierten aufzuspüren, damit die Krankheit sich nicht weiter ausbreitet. Auch junge Freiwillige wie Eliezer Kasongo helfen mit, ihre Nachbarschaft über Ebola zu informieren. Trotzdem fehlt es an Schutzausrüstung, und die Labore brauchen zu lange für Ergebnisse.