Im Osten der Demokratischen Republik Kongo breitet sich das Ebola-Virus weiter aus – die Behörden melden Hunderte bestätigte Fälle und immer mehr betroffene Gebiete.
Was ist passiert? In der Demokratischen Republik Kongo (DRK) gibt es seit Mitte Mai einen Ebola-Ausbruch. Die Behörden haben mitgeteilt, dass sich das Virus auf drei weitere Gesundheitszonen ausgebreitet hat. Das sind Gebiete, in denen normalerweise ein Netzwerk von Kliniken etwa 100.000 bis 150.000 Menschen versorgt. Insgesamt gibt es im Land über 500 solcher Zonen. Bis Mittwoch wurden 676 bestätigte Infektionen gezählt, 136 Menschen sind gestorben. Die Epidemie betrifft vor allem die Provinzen Ituri, Nord-Kivu und Süd-Kivu.
Wer hilft? Die kongolesische Regierung und internationale Organisationen wie die Weltgesundheitsorganisation (WHO) kämpfen gemeinsam gegen die Ausbreitung. Es werden Impfungen durchgeführt, Aufklärungskampagnen gestartet und mobile Behandlungszentren aufgebaut. Spezielle Bestattungsteams sorgen dafür, dass Verstorbene sicher beerdigt werden, damit sich niemand beim Abschiednehmen ansteckt. Auch Nachbarländer wie Uganda, Ruanda und der Südsudan haben ihre Gesundheitssysteme in Alarmbereitschaft versetzt.
