Am größten Atomkraftwerk Europas hat es wohl einen Drohnenangriff gegeben – die Internationale Atomenergie-Organisation (IAEA) ist alarmiert und will den Schaden jetzt genau prüfen.
Was ist passiert? In der Nacht hat eine Drohne offenbar ein Loch in die Wand einer Turbinenhalle des AKW Saporischschja gerissen. Das Kraftwerk liegt in der Ukraine, wird aber seit 2022 von Russland kontrolliert. Russland sagt, die Ukraine habe die Drohne geschickt. Die Ukraine sagt: Das stimmt nicht, das ist ein Vorwand von Russland. Beweise gibt es für keine der beiden Seiten. Alle sechs Reaktoren des Kraftwerks sind schon länger abgeschaltet, aber so ein Angriff ist trotzdem sehr gefährlich.
Wer hilft? Die IAEA, also die Internationale Atomenergie-Organisation, ist sofort eingeschritten. Sie ist eine Art UN-Polizei für Atomkraftwerke und hat Expertinnen und Experten vor Ort. Die IAEA hat gesagt: Wir müssen uns das Loch in der Wand genau ansehen, um zu prüfen, ob radioaktive Strahlung austreten könnte. Sie fordert Zugang zu dem Gebäude und bleibt mit der Anlagenleitung im Gespräch. Auch der ukrainische Präsident Wolodimir Selenski hat sich gemeldet und gesagt, dass sein Land ein neues Luftverteidigungssystem aus Deutschland bekommen hat, um sich besser zu schützen.
