In Spanien haben eine Mutter und eine Oma ihr Leben riskiert, um ihren fünfjährigen Jungen aus einem Stausee zu retten – beide ertranken, der Junge überlebte.

Was ist passiert? An einem Sonntagabend im Juni war eine Familie am Stausee Baños de Cerrato in der Provinz Palencia, rund 200 Kilometer nördlich von Madrid. Der kleine Junge spielte mit einem Bodyboard im flachen Wasser und geriet plötzlich in Schwierigkeiten. Seine Mutter (32) und seine Oma (52) sprangen sofort ins Wasser, um ihm zu helfen. Doch statt nur den Jungen zu retten, gerieten die beiden Frauen selbst in Not und konnten sich nicht mehr über Wasser halten.

Wer hat geholfen? Angler, die zufällig in der Nähe eines Baumstamms am Ufer saßen, haben den Jungen aus dem Wasser gezogen. Er kam bei Bewusstsein in ein Krankenhaus in Palencia. Auch die Rettungsdienste der Region Kastilien und León waren schnell vor Ort. Sie bargen die beiden Frauen, konnten ihnen aber nicht mehr helfen. Die Polizei, die Guardia Civil, untersucht jetzt, wie genau das Unglück passieren konnte. Ein Sprecher des Innenministeriums sagte, Strömungen im Wasser könnten eine Rolle gespielt haben.