Nach zehn Tagen in einer überfluteten Höhle in Laos haben sich vier eingeschlossene Goldsucher am Samstag aus eigener Kraft befreit, während die Suche nach zwei weiteren Vermissten weitergeht.
Stell dir vor, du bist mit Freunden in einer Höhle unterwegs und plötzlich schießt Wasser von oben herab und versperrt dir den Rückweg. Genau das ist einer Gruppe von Goldsuchern in Laos passiert. Starker Monsunregen löste eine Sturzflut und einen Erdrutsch aus, die sie tief im Berg einschlossen. Zehn Tage lang harrten sie in einer engen, dunklen Kammer aus – ohne richtiges Licht, mit wenig Sauerstoff und ohne zu wissen, ob sie je wieder herauskommen.
Zum Glück waren die Männer nicht allein. Ein internationales Team von Höhlentauchern und Rettungskräften aus vielen Ländern, darunter Finnland, Australien und Thailand, eilte zur Hilfe. Der Finne Mikko Paasi, der schon 2018 bei der berühmten Rettung einer Fußballmannschaft aus einer Höhle in Thailand dabei war, leitete den Einsatz. Die Helfer pumpten unermüdlich Wasser aus der Höhle und versuchten, enge Stellen zu erweitern. Am Freitag gelang es ihnen, einen ersten Mann namens Mued in Sicherheit zu bringen. Am Samstag schafften es die anderen vier dann von selbst, weil das Wasser so weit gesunken war, dass sie nicht mehr tauchen mussten.
