Beim Dokumentarfestival Doxumentale in Berlin hat ein Film gewonnen, in dem Sexarbeiterinnen aus der indischen Stadt Kolkata ihre eigene Geschichte erzählen.
Der Film heißt „Redlight to Limelight" und wurde von Bipuljit Basu gedreht. In Kolkata, einer großen Stadt in Indien, haben sich Sexarbeiterinnen zusammengetan und eine eigene Filmproduktionsfirma gegründet. Statt dass andere über sie berichten, drehen sie ihre Filme selbst. Die Jury fand das so stark, dass sie dem Film den Hauptpreis des Festivals gab.
Die Jury sagte über den Film: „Er gibt die Geschichte an jene Menschen zurück, die sie leben." Damit ist gemeint, dass die Frauen in dem Film nicht nur vor der Kamera stehen, sondern mitbestimmen, was gezeigt wird und wie ihre Lebensrealität dargestellt wird.
Neben dem Hauptpreis gab es bei dem Festival noch weitere Preise. In der Kategorie Virtual Reality – also Filme, die man mit einer VR-Brille anschaut – wurde „Less Than 5Gr of Saffron" von Négar Motevalymeidanshah ausgezeichnet. Das Projekt beschäftigt sich mit Erinnerung, Flucht und Verlust.
