Der südafrikanische Jazzpianist Abdullah Ibrahim ist im Alter von 91 Jahren friedlich gestorben. Das hat seine Familie gemeinsam mit dem Präsidenten Südafrikas bekanntgegeben.
Abdullah Ibrahim wurde 1934 in Kapstadt in Südafrika geboren. Schon als junger Mensch entdeckte er seine Liebe zum Klavierspiel. Er reiste um die Welt, arbeitete mit berühmten Musikern zusammen und wurde einer der bekanntesten Jazzmusiker der Welt. In den 1970er-Jahren schrieb er das Stück „Mannenberg". Es wurde schnell zur inoffiziellen Hymne der Menschen, die sich gegen die Unterdrückung der schwarzen Bevölkerung in Südafrika wehrten.
Nach seinem Tod haben viele Menschen und Institutionen seine Musik gewürdigt. Südafrikas Präsident Cyril Ramaphosa sprach der Familie sein Beileid aus und erinnerte daran, dass Ibrahim sein Land und seine Mitmenschen „immer im Herzen" getragen habe. Internationale Jazzfestivals kündigten besondere Konzerte zu seinen Ehren an, und Schulen sowie Rundfunkanstalten planen Programme, die sein Lebenswerk für jüngere Generationen lebendig halten.
