Der Deutsche Fußball-Bund will FIFA-Präsident Gianni Infantino vorerst nicht öffentlich unterstützen.
Was ist passiert? Der DFB hat klargemacht, dass er kein Schreiben unterschreibt, in dem er Infantino als FIFA-Präsidenten unterstützt. Schon im Mai in Vancouver hatte DFB-Präsident Bernd Neuendorf keine schnelle Zusage gegeben. Infantino will im März 2027 in Rabat, Marokko, erneut antreten. Afrika und Asien sowie Südamerika haben ihm bereits ihre Unterstützung zugesagt, der DFB hält sich aber bewusst zurück.
Wer hilft oder kritisiert? Mehrere Verbände äußern Kritik an Infantino. Auch die UEFA hat den FIFA-Chef scharf angegriffen. Hintergrund ist vor allem der Fall des US-Stürmers Folarin Balogun, dessen Sperre nach einem Anruf von US-Präsident Donald Trump bei Infantino aufgehoben wurde. Die britische Organisation FairSquare hat wegen angeblicher politischer Neutralitätsverstöße Beschwerde beim IOC eingelegt. Neuendorf sagt, die Entscheidung über eine Unterstützung liege nicht bei ihm allein, sondern bei den DFB-Gremien.
