Banken in Deutschland finden, dass die EU zu viele Vorschriften macht und zu langsam ist – und fordern deshalb schnelle Reformen.
Die Privatbanken in Deutschland möchten, dass die EU ihre Regeln für Banken schneller überarbeitet und lockert. Ihr Chef im Bankenverband, Heiner Herkenhoff, hat das in Frankfurt gesagt. Am 17. Juli will die EU-Kommission einen Bericht dazu vorstellen – neue Gesetze kämen aber wohl erst 2027. Das ist den Banken zu spät.
Der Grund für den Druck: In den USA und in Großbritannien werden Bankenregeln gerade einfacher. Die US-Regierung unter Donald Trump baut viele Vorschriften ab, die nach der großen Finanzkrise eingeführt wurden. Deutsche Banken sehen darin einen Nachteil für sich und wollen nachziehen.
Gleichzeitig streiten die EU-Länder seit Jahren über eine gemeinsame Sicherung von Spargeldern. Deutsche Banken haben Angst, dass sie für Probleme von Banken in anderen Ländern zahlen sollen. Der Bankenverband will deshalb, dass diese Frage getrennt von der Wettbewerbsdebatte behandelt wird.
