Zum 35. Geburtstag ihres Nachbarschaftsvertrags haben Deutschland und Polen ein neues Verteidigungsabkommen unterzeichnet und enger zusammengearbeitet.

Stell dir vor, zwei Nachbarn schreiben einen Vertrag, in dem sie sich versprechen, sich gegenseitig zu helfen. Genau das haben Deutschland und Polen 1991 getan. Diesen Vertrag, den Nachbarschaftsvertrag, feiern sie jetzt 35 Jahre später. In Berlin haben sich rund 700 Leute getroffen, um darüber zu reden, wie die Zusammenarbeit noch besser werden kann.

Der wichtigste Teil war ein neues Verteidigungsabkommen. Das bedeutet: Wenn Polen in Not gerät, soll Deutschland ihm schneller helfen können. Verteidigungsminister Boris Pistorius aus Deutschland und sein polnischer Kollege Władysław Kosiniak-Kamysz haben den Vertrag in Warschau unterschrieben. Sie wollen auch gemeinsam üben, wie man die Grenze zu Russland und Belarus schützt.

Außerdem haben sich die beiden Länder vorgenommen, mehr Brücken und Zugverbindungen zwischen Deutschland und Polen zu bauen. Denn im Ernstfall müssen Soldaten und Material schnell über die Grenze kommen können. Polens Außenminister Radosław Sikorski hat gesagt: Manche Zugverbindungen dauern heute sogar länger als vor dem Ersten Weltkrieg – und das soll sich ändern.