Bundeskanzler Friedrich Merz hat im Bundestag angekündigt, dass Deutschland Marschflugkörper vom Typ Tomahawk aus den USA kaufen und in Deutschland stationieren will.

Stell dir vor, du kaufst dir ein neues Werkzeug, weil dir ein wichtiges Teil im Werkzeugkasten fehlt. Genau so erklärt die Bundesregierung den geplanten Kauf. Merz sagt: „Wir schließen damit eine wichtige strategische Lücke in unserer Verteidigung, und wir werden gleichzeitig daran arbeiten, eigene europäische Systeme zu entwickeln und in Europa zu stationieren.“ Die Tomahawk ist ein Marschflugkörper – eine Art ferngesteuerte Drohne, die sehr weit fliegen kann, nämlich bis zu 2.500 Kilometer. Zum Vergleich: Der Marschflugkörper Taurus, den die Bundeswehr bisher hat, schafft nur ungefähr 500 Kilometer und muss von einem Kampfjet aus gestartet werden.

Die Vereinbarung wurde am Rande des NATO-Gipfels in Ankara getroffen. Schon am Tag davor hatten die Verteidigungsminister aus Deutschland und den USA, Boris Pistorius und Pete Hegseth, eine Absichtserklärung unterschrieben. Damit ist der Kauf aber noch nicht endgültig. Wie viele Raketen Deutschland bekommt, was sie kosten und wann sie geliefert werden, ist noch nicht bekannt. Pro Stück kostet eine Tomahawk je nach Modell etwa ein bis zwei Millionen US-Dollar.