Bei der großen Filmpreis-Gala in Berlin hat der berühmte Regisseur Wim Wenders einen Ehrenpreis bekommen und dabei über eine Szene aus einem sehr alten Film gesprochen, die heute nicht mehr okay wäre.
Was ist passiert? Wim Wenders, der Filme wie „Paris, Texas“ gemacht hat, wurde für sein Lebenswerk gefeiert. In seiner Rede ging es aber auch um seinen Film „Falsche Bewegung“ von 1975. Darin spielt Nastassja Kinski mit – sie war damals erst 13 Jahre alt und in einer Szene oben ohne zu sehen. Kinski sagt heute, sie habe schon mit 13 gemerkt, dass das nicht in Ordnung war. Sie möchte die Szene aus dem Film entfernen lassen, aber das ist bisher nicht passiert.
Wer hilft, das einzuordnen? Wim Wenders selbst hat offen darüber gesprochen, dass er die Szene heute nicht mehr so drehen würde. Er nannte es ein schwieriges Kapitel in seinem Leben. Er wünscht sich, dass die Deutsche Filmakademie mit jungen Leuten darüber diskutiert, ob man so einen alten Film nachträglich ändern kann. Er findet das eine wichtige moralische Frage, ist aber selbst unsicher, was richtig ist – denn wenn man einen Film ändert, könnte das Folgen für viele andere Filme haben.
