Bei der WM 2026 ist ein 24-jähriger Franzose der heimliche Chef auf dem Platz – obwohl er abseits des Rasens fast nie auffällt.

Michael Olise spielt im Mittelfeld von Frankreich und beim FC Bayern München. Auf dem Platz kombiniert, passt und lenkt er das Spiel – und bei dieser WM hat er schon fünf Torvorlagen gegeben. Nur Pelé 1970 hat bei einer Weltmeisterschaft in der Statistik noch mehr geschafft.

Was ihn besonders macht: Auf Instagram schauen mehr als sieben Millionen Menschen sein Profil an, aber er hat dort nur vier Beiträge veröffentlicht. Auf die Frage, warum er so selten Interviews gibt, sagte er: „Sagen wir so: Ich spreche lieber mit meinen Füßen.“

Sein Bundestrainer Didier Deschamps sagt über ihn: „Medienpräsenz ist nicht sein Ding. Wichtig ist für ihn das Spielfeld, danach will er sein Leben haben.“ Man nennt Olise deshalb manchmal einen „Anti-Fußballer“ – weil er das Rampenlicht nicht sucht.

Trotzdem sind die Experten voll des Lobes. Patrick Vieira, sein früherer Trainer, sagt: „Er hat ein Zidane-ähnliches Potenzial. Er besitzt diese Kreativität, diese Finesse, diese Effizienz.“ Und Thierry Henry meint: „Dieser Typ spielt in einer ganz anderen Liga. Der wichtigste Spieler ist Michael Olise.“